Franz von Assisi zum achten Jahrestag seines Todes
6. März - 31. Oktober 2026 - ValbellunaKulturelle und spirituelle Veranstaltungen in der Stadt Feltre
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Im Verlauf des venezianischen 15. Jahrhunderts erschöpft sich die allmähliche Öffnung des heiligen Bildes zur Natur nicht in einer verstärkten beschreibenden Aufmerksamkeit gegenüber der sichtbaren Welt.
Blumen, Bäume, Gräser, Früchte und Sträucher werden zu Werkzeugen, durch die die Malerei weitere Bedeutungsebenen konstruiert, indem sie die pflanzlichen Gegebenheiten in eine Präsenz verwandelt, die mit den Figuren kommunizieren, die Meditative des Betrachters lenken und die symbolische Dichte der Szene erweitern kann.
Diese langsame Reifung des botanischen Blicks in der venezianischen Malerei des 15. Jahrhunderts wird untersucht, indem betrachtet wird, wie das natürliche Element schrittweise von der Funktion eines einfachen Ornamenti oder marginalen Füllmaterials befreit wird.
In den Gemälden der großen Meister des 15. Jahrhunderts bilden die Pflanze zu Füßen einer Jungfrau, der Baum, der die Einsamkeit eines Heiligen begleitet, die blühende Wiese, der geschlossene Garten oder die scheinbar sekundäre Vegetation keine neutralen Details, sondern Fragmente eines umfangreicheren visuellen Systems, in dem Natur, Theologie, Andacht und humanistische Kultur zur Definition des Sinns des Werkes beitragen.
Durch einen Weg zwischen heiligen Bildern, devotionalen Erzählungen und Landschaften, die noch in der Entstehung sind, wird Di Mauro zeigen, wie die botanische Komponente eines der privilegierten Felder darstellt, durch die die venezianische Malerei beginnt, die Beziehung zwischen Figur, Raum und Natur zu hinterfragen.
Diese Reflexion wird auch eine Voraussetzung für das Verständnis der Entwicklungen des folgenden Jahrhunderts darstellen, als die Landschaft unter Tizian eine neue Zentralität einnehmen wird, die nicht mehr nur symbolisch oder narrativ, sondern vollumfänglich poetisch, expressiv und konzeptionell ist."
FRANCESCO DI MAURO hat 2021 an der Universität Ca' Foscari in Venedig den Bachelorabschluss in "Wirtschaft und Verwaltung von Kulturgütern und -aktivitäten" mit einer Abschlussarbeit über die Beziehung zwischen Tizian Vecellio und dem niederländischen Graveur Cornelis Cort erlangt. Anschließend hat er 2024 den Masterabschluss in "Kunstgeschichte und Konservierung von Kunstgütern" ebenfalls an der Ca' Foscari mit einer Thesis über die Landschaft in der tizianesischen Grafik erworben. Derzeit ist er im Spezialstudium für Kulturgüter in Udine eingeschrieben.
Fondazione Centro Studi Tiziano e Cadore
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