Die Wissenschaft, bevor sie Formeln, Werkzeuge und Veröffentlichungen ist, ist eine hartnäckige Art, in der Welt zu sein. Es ist der Versuch zu verstehen, welchen Platz wir in etwas haben, das viel größer ist als wir: ein lebendiger, instabiler, tiefer, antiker Planet, der atmet, sich verwandelt und uns übertrifft. Die Wissenschaft ist auch eine zutiefst menschliche Aktivität.
Sie besteht aus Menschen, Emotionen, Ambitionen, Träumen, Karrieren. Und so erzähle ich sie gerne: aus schmutzigen Händen, Nächten im Labor, rauer See, Werkzeugen, die nicht funktionieren, plötzlichen Einsichten, Angst, Staunen, Misserfolgen und Rückschlägen. Kreative Hartnäckigkeit und eine Prise Besessenheit.
Und deshalb erzähle ich von der Wissenschaft, zusätzlich zu dem, was ich tue. Ich erzähle von Abgründen, Vulkanen, Mikroben, Wasserstoff, Ozeanen und Expeditionen, denn dort, an den extremen Orten, werden die Fragen nackt. Was ist das Leben? Wo beginnt es? Wie weit kann es sich ausdehnen? Wie wenig braucht es, um zu überleben? Wie sehr sind wir wirklich von der Erde getrennt, die wir bewohnen?
Ich erzähle, weil das Wissen, wenn es zwischen Spezialisten eingeschlossen bleibt, einen Teil seiner Kraft verliert. Und weil jede Expedition, jede Probe, jedes gefundene Mikrobiot, wo es unmöglich schien zu leben, uns an eine einfache und schwindelerregende Sache erinnert: Wir sind nicht das Zentrum der Welt, sondern ein winziger, zerbrechlicher und temporärer Teil von ihr. Donato Giovannelli
Samstag 9.30 Uhr Im Vivaio ist das Schlüsselwort Gastfreundschaft: Wir empfangen und kultivieren Menschen, Ideen, Worte. Angesichts der Uhrzeit beginnt man mit dem Frühstück. Kaffee, Tee, all die guten Dinge, die helfen, den Tag gut zu beginnen: Kekse aus Bio-Mehlen, die im Holzofen gebacken werden, Joghurt und lokale Käsesorten, Fruchtmarmeladen aus dem Garten, und das, was der Morgen und die Saison inspirieren (zum Beispiel die Chiffon).
Um12.30 leichtes Mittagessen, Grüße und Anstoßen. Dazwischen Gespräche, Fragen, schöne Ideen. Nach Belieben.