Schreiben war für mich heilend, wirklich.
Ich spreche in der Vergangenheit, weil Die Sirenen der Nacht, meine lieblichen Sirenen, meine treuen Begleiterinnen, kostbaren Freundinnen und Heilerinnen in den härtesten Momenten waren. Diese endlosen Nächte, gefüllt mit Fisch, stechender Kälte, Dreck und einer echten, rohen Menschlichkeit, haben mich auf die Probe gestellt.
Ich war dort, eine Frau zwischen Transsexuellen, überfüllten Lagerhäusern mit zweidimensionalen Männern, Straßen, die von Prostituierten bewohnt wurden, Orte voller komplexer, lebendiger Leben, und ich klammerte mich an meinen Stift, um nicht im Ablehnung zu ertrinken.
Das Leben hat sich geändert, Gott sei Dank, aber die Narben bleiben, melancholische Erinnerungen an die Kraft der Worte, die niemals unterschätzt werden sollte. Lesen, Schreiben, Singen, Malen, Tanzen: das ist alles, was nötig ist, um das Lebensleid zu heilen.
Jetzt sind diese Nächte fern, aber ich mache leidenschaftlich weiter, und wenn die Melancholie kommt, drehe ich die Musik auf volle Lautstärke und schreibe. Ich heile. Diana Chiarin
Samstag 9.30 Uhr Frühstück. Kaffee, Tee, all die guten Dinge, die nötig sind, um den Tag gut zu beginnen: Kekse aus Bio-Mehlen, im Holzofen gebacken, Joghurt und lokale Käsesorten, Obstmarmeladen aus dem Garten und das, was das Erwachen und die Saison inspirieren (zum Beispiel die Chiffon).
O12.30 leichte Mittagessen, Grüße und Prost. Dazwischen, Gespräche, Fragen, schöne Ideen. Nach Belieben.