Ich liebe es zu reisen, wie viele andere. Wie zu viele, hört man oft von denjenigen, die den Overtourismus kritisieren, manchmal vergessen sie, Teil des Problems zu sein, wenn sie es nicht sogar fördern. Deshalb kritisiere ich den Tourismus nicht, sondern praktiziere das Reisen.
Segeln oder rudern seit meiner Kindheit, so wie zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auf Nebenstraßen und staubigen Wegen, auch wenn es regnet oder schneit, um nicht von dem Nebel zu sprechen, der das Elixier der nomadischen Fantasien ist. Dem Exotischen ziehe ich das Erotische vor, denn Reisen misst man nicht in zurückgelegten Kilometern, sondern in erlebten Beziehungen. Beziehungen zur Umgebung und zu den Menschen; körperliche Beziehungen und nicht nur visuelle.
Ich reise, um zu fühlen, mit den Ohren und der Nase, mit der Haut und dem Mund. Ich reise, um zu sammeln, ein Kraut oder eine Blume, immer mit Diskretion. Mit Aufmerksamkeit für die Natur, die mich besonders fasziniert, wenn sie sich zwischen den Rissen des Asphalts oder in den Spalten des Zements manifestiert. In der Form und Farbe von einer Malve oder einem Radicchio. Aber auch in den Himmel eines Peripherie- oder Industriegebiets. In der Form und dem Gesang einer Mauersegler oder eines Nachtigall. Ich reise, um zu schreiben, einen Vorfall oder eine Geschichte, immer mit Diskretion. Mit Aufmerksamkeit für das Leben, das mich begeistert, besonders wenn es sich mit dem Leben anderer, von gestern, heute und morgen, verwebt.
Aus den Kräutern und Geschichten mache ich auch Mischungen und Suppen, die die Reise am Tisch und in Büchern fortsetzen, in Gesellschaft oder in Einsamkeit. Gerichte und Seiten nähren und erzählen, solange man die notwendige Zeit hat, um vorzubereiten und zu lesen. Fabio Fiori
Sonntag 9.30 Uhr Frühstück. Kaffee, Tee, all die guten Dinge, die nötig sind, um den Tag gut zu beginnen: Kekse aus Bio-Mehl, im Holzofen gebacken, Joghurt und lokale Käse, Marmelade aus dem Garten, und was der Morgen und die Saison inspirieren (zum Beispiel die Chiffon).
Um12.30 leichte Mahlzeit, Grüße und Anstoßen. Dazwischen, Gespräche, Fragen, schöne Ideen. Nach Belieben.