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Iran jenseits des Blicks der Frauen

Valbelluna 5 - 12. September 2026 15:00

Ort: Biblioteca Trichiana, Borgo Valbelluna

Valbelluna
Iran jenseits des Blicks der Frauen

Seit 2016 lebt sie in Italien, wo sie einen Raum gefunden hat, in dem ihre Stimme endlich atmen kann, wo ihre künstlerische Seele Gestalt annehmen kann. Sie hat in ihrem Heimatland Englisch Sprache und Literatur studiert und ist derzeit Masterstudentin in Sprachwissenschaft an der Università Ca’ Foscari in Venedig. Seit 2023 widmet sie sich autodidaktisch der Malerei, geleitet von einem inneren Drang, den sie nicht länger ignorieren konnte: das Licht und die Farbe in die Geschichten mutiger iranischer Frauen zu bringen und im Allgemeinen in die Geschichten aller Frauen, die jeden Tag für ihre Rechte und ihre Würde kämpfen.

Ihre Kunst ist ein stiller, aber kraftvoller Dialog, eine Sprache aus Nuancen und Emotionen, die von Widerstand, Hoffnung und Freiheit spricht. Sie begann zu malen Dank eines kleinen Farbkoffers, einem Geschenk ihres Partners, der in ihr den Mut erweckt hat, eine Leidenschaft zu verfolgen, die sie zu lange gefürchtet hatte, zu erkunden. Jeder Pinselstrich ist ein Akt der Freiheit, jede Farbe eine Hommage an die Stimmen, die gehört werden sollten.

In den Werken von Samereh Sagheb gibt es so viel. Es gibt Blicke, die hindurchdringen, mit geschlossenen Lippen und gesenkten Lidern, niemals als Zeichen der Kapitulation. Es gibt Blicke, die woanders hinführen. Es gibt Entscheidungen und Erwartungen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft hängen. Es gibt starke Symbole: die Maske der Zwänge, der Engel und der Schlüssel zu unseren inneren Ressourcen. Es gibt die Poesie, die sich in Bildern verkörpert. Es gibt viele Frauen und doch eine einzige auf der Reise zu einer Freiheit, die zuerst Befreiung ist. Es gibt das autobiografische Erzählen, aber auch das Universelle jeder gefangenen und diskriminierten Frau. Es gibt Dinge, die schwer zu hinterlassen sind, die Einschränkungen der moralischen Polizei, die stillen Gesten des Widerstands (die Handgelenke zeigen, einige Haare aus dem Schleier herauslassen). Es gibt eine Gegenwart, die das Lächeln eines „endlich“ ist. Es gibt Tanz, Freude und Hingabe, die mit Vitalität und unerschütterlichem Mut erkämpft wurden.

Eröffnung: 5. September um 17.30 Uhr
Konferenz: Freitag, 11. September um 21.00 Uhr – Bibliothek von Trichiana

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