Anlässlich des 60. Jahrestages der Katastrophe von Mattmark, die sich am 30. August 1965 in der Schweiz ereignete und eine der schwersten Arbeitsunfälle betraf, die italienische Migranten, insbesondere aus dem Bellunese, betraf, möchte die Vereinigung der Belluneser in der Welt an das Geschehene mit einer immersiven Ausstellung erinnern, die aus Fotografien, Dokumenten, Filmen und Video-Interviews mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer besteht.
Während des Baus des größten Staudamms Europas brach ein riesiger Eismassenblock des Allalin-Gletschers (etwa zwei Millionen Kubikmeter) ab und überrollte die Unterkünfte der Arbeiter, was 88 Tote zur Folge hatte, darunter 56 Italiener und 17 Belluneser. Die letzte Leiche wurde zwei Jahre später gefunden. Die Warnsignale waren ignoriert worden, aber in den Prozessen von 1972 wurden alle Angeklagten freigesprochen, und die Angehörigen der Opfer mussten auch die Hälfte der Prozesskosten zahlen. Eine Tragödie ohne Gerechtigkeit, die das kollektive Gedächtnis der Region tief prägte.
Eine Ausstellung, um zu verstehen, was geschehen ist, aus der Stimme derjenigen, die dabei waren, aus den Worten derjenigen, die bei dieser Tragödie ihr Leben verändert sahen. Ein Zeugnis, um das Gedächtnis lebendig zu halten.
Die Eröffnung der Ausstellung ist für Donnerstag, den 28. August 2025, um 17.00 Uhr im MiM Belluno - Interaktives Museum der Migration, Via Cavour 3, Belluno, geplant.
Für weitere Informationen: Tel. 0437 941160 - info@mimbelluno.it